Selbstständig als Kurierfahrer
Eine interessante Geschäftsidee ist sich als Kurierfahrer selbstständig zu machen. Doch nicht jeder bringt die notwendigen Voraussetzungen mit. Wer schon einmal im Fernsehen die TV-Serie “King of Queens” geschaut hat, weiß, dass es kein Kinderspiel ist immer ruhig und gelassen im Straßenverkehr zu bleiben. Eine gewisse Gelassenheit ist also nützlich bei diesem Job.
Viele Stellenangebote für Kurierfahrer findet man auf verschiedenen Webseiten im Internet. Der große Vorteil bei dieser Arbeit ist: kein oder nur wenig Startkapital ist notwendig und man muss keine besonderen Fähigkeiten mitbringen, außer Autofahren. Man sollte jedoch in der Lage sein Routen zu planen und sich daran gewöhnen oft auf die Uhr zu sehen, denn in diesem Geschäft ist Zeit Geld. Ein weiterer Vorteil ist übrigens, dass man nicht den ganzen Tag in einem Büro sitzt und für seinen Chef Kaffee kochen muss
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Ganz so einfach ist eine Selbständigkeit als Kurierfahrer nicht. Ich bin selbst 15 Jahre als Kurierfahrer bei einer Berliner Kurierzentrale gewesen, bevor ich als Disponent in dem Unternehmen angefangen habe. Es gibt sehr gute, aber auch schlechte Zeiten in diesem Gewerbe. Die Kurierzentralen bieten einem zwar die Kundenaquise sowie die Vermittlung der Aufträge bis hin zur Rechnungslegung, einfach ist es trotzdem nicht. Kurierdienste erheben für die Vermittlung der Aufträge Gebühren. Je nach Kurierdienst gibt es entweder einen Pauschalbetrag oder die Berechnung der Gebühr erfolgt auf Provisionsbasis. Einige Kurierdienste existieren nur von der hohen Grundprov. Die Zentralen, die auf Provisionsbasis arbeiten, sind natürlich daran interessiert, viele Aufträge an die Fahrer vermitteln zu können. Vergleicht, bevor Ihr Euch einer Zentrale anschließt! Ihr seid als Kurier selbständig, beachtet daher, daß es auch Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt gibt, Ihr eine Krankenversicherung benötigt und Verschleiß und Spritkosten zu Euren Lasten gehen!
Man wird als Kurierfahrer mit Sicherheit nicht reich – leben kann man davon aber schon.
Na ja, und da wären noch Krankenversicherung, Rentenversicherung, freiwillige Altersvorsorge, ein Fahrzeug, das auch eine Weile hält und gross genug ist, um ordentlich Ware reinzupacken. Und auch eine hässliche Rostlaube darf es nicht sein, weil der Kunde sonst kein Vertrauen hat. Und dann ist da die Betriebshaftpflicht, die Kosten für Chappi und Getränke unterwegs, der Steuerberater, die Steuervoranmeldung, der Sprit, der “vorgeschossen” werden muss, Maut, Autobahngebühren, Öl für’s Auto, die runtergefahrenen Reifen, die runtergefahrenen Bremsbeläge, die Telefonkosten, die häufigen Wartungen und, und, und… Aber nö, sonst ist da nix, ausser das man vielleicht ein bisschen Autofahren können sollte.
Schön gemachte Seite. Hab’ über das Thema gerade in meinem eigenen Blog geschrieben und muss jetzt lachen. Die Argumente meines “Vorredners” sind mir nämlich auch gerade eingefallen. Da sieht man, wer schon selber die (jahrelange) Erfahrung gemacht hat
Kurierfahren ist m.E. nur als Überbrückung eine wirkliche Option. Ansonsten wird mit dem Job nur einer reich: der Vermittler.
LG